Schamanische Geomantie - was ist das eigentlich?
Allumfassend und unbegreiflich GROSS
Im Wort Geomantie steckt das Wort „geo“ – die Erde – welches sich wiederum von Gaia oder Gäa/Gaea ableitet und „manteia“, die Weissagung/Wahrsagung. Die Ursprünge der heutigen europäischen Geomantie sind im alt- und jungsteinzeitlichen Europa zu finden. Um das Wesen der Geomantie besser zu verstehen, braucht es auch ein Verständnis der Weltsicht und der Spiritualität der Menschen dieser Zeit.
Damals gab es für die Menschen keine technischen Geräte um den Jahreszyklus und die Gezeiten zu verstehen. Im vorherrschenden Matriarchat lernten sie Gaia – als ihre Mutter Erde – durch Beobachten und Erleben zu lesen und zu verehren. So wurde die Geomantie eine Form des Hellsehens, z.B. durch die Muster im Sand, den Erdverwerfungen, Besonderheiten in Stein- oder Felsenlandschaften, dem Lauf der Himmelskörper oder dem Jahreszyklus der Vegetation. Die Menschen erkannten den Zusammenhang und die Verbindung zwischen der stofflichen Welt (der irdischen Erde) und der geistigen Welt durch die Energiefelder im Zwischenraum. Lässt man sich auf diese Art der Betrachtungsweise ein, kann man Geomantie wie eine Reise zu einer alten und neuen Verbundenheit mit der Mutter Erde erfahren. Es ist wie ein Erinnern an ein tiefes Urvertrauen, dass in uns Menschen verankert ist.
In unserer jetzigen Welt sind wir allerdings sehr vom Verstand geprägt, und ein Hellsehen ist für viele schwer vorstellbar. Deshalb werden heute in der Geomantie oftmals Hilfsmittel wie Rute, Pendel, Tensor oder auch Antennen verwendet.
Wahrnehmungs-ebenen als Speicherorte
Als verbindendes Element der feinstofflichen Welt – also des Zwischenraums - spielt der Äther in der geomantischen Betrachtung eine große Rolle. Etwas, was man in der Emotionalen Welt schon längst fühlt, wird begreifbarer und lässt sich so in der stofflichen Welt besser beschreiben. Jeder Ort und Raum, auch Lebewesen und die Elemente haben ein Ätherfeld, das durch Ereignisse und Gedanken, die dort stattgefunden haben, geformt wird. Betreten wir ein Haus, indem viel gelacht oder geweint wird, wird sich diese Stimmung und Energie im Äther, also in der feinstofflichen Wahrnehmungsebene, speichern und widerspiegeln. Intensive oder langandauernde Ereignisse können starke Prägungen hervorrufen und formen den Äther in besonderer Weise. Dazu gehören z.B. körperliche Gewalt, traumatische Kindheitserlebnisse, Krankheiten, frühere Bestimmungen eines Ortes oder auch karmische Begebenheiten.
Orte, Grundstücke und Häuser, die wir bewohnen oder in denen wir arbeiten, erinnern sich an die vorigen Bewohner, Lebewesen und Wesenheiten und zeigen auf, warum genau wir jetzt hier an diesen Ort gerufen worden sind. Unsere Aufgaben dort können sehr unterschiedlich sein, aber zuerst gilt es zu ergründen, was uns gesagt oder gezeigt wird.
Begreifen aus dem Beobachten heraus
Sieht man Energien als neutral, gibt es kein negatives und kein positives Energiefeld. Mit dieser Betrachtungsweise kann die Antwort auf die Frage der persönlichen Empfindung eines Ortes sehr vielfältig und auch spannend sein. In der Schamanischen Geomantie beobachten wir in Verbindung mit unseren Geisthelfern oder Krafttieren. So versuchen wir durch „Zuhören“ und „Nachfragen“ das Wahrgenommene in den verschiedenen Erinnerungsschichten eines Ortes zu entschlüsseln. Oft zeigt sich eine Erkenntnis durch die Kombination aus energetischen und körperlichen Reaktionen.
Die schamanische Medizinarbeit ist hierbei unerlässlich, um ein Bewusstsein für seelische Prozesse zu schaffen und eine kraftvolle und nachhaltige Veränderung zu bewirken.

