Mein ganz “normaler” Lebenslauf
Ich durfte lernen, das Gewohnte hinter mir zu lassen und den Blick nach vorne zu richten, obwohl mir keiner sagen konnte, dass es besser wird…..
Wer ich bin und was ich dieser Welt geben möchte, beschäftigte mich schon in meiner Jugend. Nach der Schule/Lehre zur Bankkauffrau und vielen Reisen um die Welt kehrte ich in den Alltag zurück. Ein riesiger Berg des Erwirtschaftens und Überwasserhaltens baute sich auf, und letztendlich sah ich mich in einem düsteren, unausweichlichen Alltagstunnel.
Höhepunkt des Verbergens
Krankheiten verholfen mir oft zu einer Pause und meine berufliche Unzufriedenheit und Überforderung kehrte ich seit Jahren unter den Teppich. 2016 interessierte ich mich das erste Mal für scheinbar unsichtbaren Aspekte: In Familienaufstellungen durfte ich mich von einer ganz anderen Seite kennenlernen und erleben. Immer wieder wurde ich an meine Grenzen geführt, wurden mir Spiegel vorgehalten, Zweifel und Verzweiflung machten sich breit und verletzte Anteile forderten ein Gesehen-Werden und Heilung ein.
Klassische Schmerztherapie oder traditionelle Wirklichkeiten
Operationen und tägliche Tablettentaubheit brachten keine Lösung. Meine körperlichen Symptome sah ich nun endlich als Hilfeschrei meiner Seele. Ich verschlang einige Bücher über Schamanismus und begann mit einem Schamanen zu arbeiten – dies wurde für mich zu einer neuen, heilenden Art, das Leben und mich zu betrachten. Seitdem erscheinen mir neue Körper- und Seelenthemen wie Schatzkisten, die es zu ergründen gibt. Die Hingabe an mich selbst – was mich interessiert, was ich geben kann – ist der Weg zu mir, der mir in der Jugend gefehlt hat.
Dankbarkeit als Teil des Miteinanders
Schlüsselmomente waren für mich eine schamanische Seminarreise nach Lettland, die mir eine tiefe Verbundenheit zur Natur ermöglichte, das Hüten des Feuers einer besonderen Schwitzhütte und ein weiser Spruch eines indigenen Schamanen aus Nordamerika: „Unser Volk hört auf zu essen, bevor wir satt sind.“ In Dankbarkeit schauen, was wir haben, wo wir leben und wer wir sind. Das ist mein Weg des Verbundenseins – zu sehen, wann es für alle gut ist und wann es auch den uns Folgenden guttut.
Wundervolle Ausbildungen für die Tiefe im Leben
So durfte ich viele schamanisch geprägte Ausbildungen in mein Leben lassen: den keltischen Jahreskreis, die Schwitzhütte, Runen, Pflanzenkunde, Geomantie, Radiästhesie und eine Ausbildung zur schamanisch Praktizierenden. Als Löwe-Geborene hilft dies mir die Tiefe, Achtsamkeit und Demut gegenüber allem Sichtbaren und Unsichtbaren im Alltag umzusetzen. Seit Jahren hat sich viel verändert: mein Platz, meine Sichtweisen, meine Fragen und Wünsche - und meine Freude am Leben.

